Mietrecht: Gestattung der Hundehaltung auch bei großem Hund

Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Paderborn vom 28.10.2019, Az. 51 C 112/19, muss der Vermieter dem Wunsch der Mieter, einen großen Hund (Dogge), in der Wohnung halten zu dürfen, entsprechen, wenn keine konkreten Anhaltspunkte für eine Gefährdung oder Störung der anderen Hausbewohner vorliegt. Der Vermieter wurde daher zur Zustimmung der Hundehaltung verurteilt.

 

Der Vermieter hatte die die Hundehaltung nicht gestatten wollen, weil er befürchtete, dass sich andere Mieter wegen des Hundes aufgrund seiner Größe ängstigen könnten. Dies reichte jedoch nach Ansicht des Amtsgerichts nicht aus. Es müssen konkrete Anhaltspunkte für eine Gefährdung oder Störung vorliegen. Auch ein möglicher Nahahmungseffekt, dass andere Mieter ein gleichartiges Anliegen äußern könnten, rechtfertigt es nicht, die Haltung des Hunde zu untersagen. Das Amtsgericht hat daher dem Interesse des Mieters, nach seinen Vorstellungen in der Wohnung (mit Hund) leben zu können, den Vorrang eingeräumt.